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Da bin ich auf der großen Tour in unserem Garten.

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So jetzt habe ich mich schon hinter die Büsche begeben. Vielleicht finde ich doch noch irgendwo einen Durchschlupf. Möchte schließlich auch sehen, wo mein Kumpel wohnt, den ich manchmal beim spazieren treffe.

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Na also geht doch! Jetzt bin ich nur mehr ganz klein zu erkennen. Gottseidank ist der Schnee gefroren, sonst würde er mich verschlucken.

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Cool, da bin ich wieder! Leider war keine Lucke zu finden. Na, dann probiere ich es weiter oben. Irgendwo muss ja das Loch sein, wo Napoleon immer verschwindet. Warum kann er und ich nicht?

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Ja, ja, ein kleiner Punkt beim Ahornstrauch, das bin ich. Mein kleines Frauchen oder besser meine Freundin, hat mir einen schmalen Weg durch die Büsche im Hang freigemacht. Im Sommer blühen hier die Rosen, jetzt stechen mich die Äste, wenn ich nicht aufpasse. Doch es ist einfach wunderbar hier durch den Hang zu schleichen, ohne dass man gesehen wird.

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Also wirklich, es gibt einfach nichts Schöneres als nach einem ausgiebigen Schneebad, in den weichen Fellen auszuruhen. Einfach kuschelig.Smiley

R.K.


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Welche Qualität hat dieser Samen? Dieser Gedanke begleitet mich schon viele Jahre meines Lebens. Wir sollten glauben, da wir nicht wissen. Jedenfalls trifft das auf unsere Religionen zu. In der Wissenschaft herrscht ein anderes Gesetz. Da haben wir im Laufe der Zeit ein großes Wissen erworben und ein jeder Mensch der bereit ist zu lernen, kann sich dieses Wissen aneignen. Die Wissenschaft ist auch bereit, Fehler zu zugeben, denn es werden immer neue Erkenntnisse gewonnen und alt hergebrachtes Gedankengut bereinigt.

Dieses Bild hing an der Wand über meinem Bett und ich glaubte ganz fest daran, dass auch ich einen Schutzengel hatte, der mich beschützte. Jeden Abend nach meinem Abendgebet dankte ich auch ihm, und bat ihn, auch meine Eltern und Geschwister zu beschützen. Dies hatte mich noch meine Großtante gelehrt, bei der ich mehr als ein Jahr verbrachte. Sie war es, die mir den Glauben an Gott und seine Engel in mein Herz gelegt hatte.

Als meine Eltern mich zu sich holten begleitete mich auch dieses Bild und es wurde wieder an der Kopfseite über meinem Bett befestigt.

Die Zeit verging und ich kam in die Schule. Ich liebte es Schreiben und Rechnen zu lernen, doch ebenso liebte ich die Geschichten die der Pfarrer uns in der Religionsstunde erzählte. In unserer Schulzeit war Religion noch ein Hauptfach, also genau so wichtig wie Schreiben, Rechnen und Lesen. Als Belohnung verteilte der Pfarrer kleine Heiligenbilder an jene Schüler, die besonders aufmerksam waren. Für mich waren diese Bilder etwas besonderes und ich hütete sie wie einen Schatz.

Meine Eltern waren eigentlich, wenn ich heute so zurück denke, nicht überaus groß mit dem Glauben behaftet. Jedenfalls wurde nie über religiöse Dinge geredet. Doch in mir war der Glaube fest verankert und es war mir ein Bedürfnis, die Kirche zu besuchen, zu jedem Anlass der sich ergab. Da ich nun selbst lesen konnte, begann ich die Geschichten vom alten Testament zu lesen. Diese Erzählungen waren wohl der Beginn meiner großen Liebe zur Geschichte. In meiner Fantasie lebte ich mit jenen Menschen aus der grauen Vorzeit. Dazu beigetragen haben wohl auch die Abbildungen, Bilder von alten Meistern, die das Gelesene veranschaulichten.

Wer die Bibel kennt weiß, sie spricht zu uns nicht nur von Liebe. Sie spricht eigentlich in Gleichungen. Von Geboten die gebrochen, von Lüge, Mord und Totschlag. Von Stammesfehden, Zwietracht, und eigentlich von allen Lastern, die der Mensch sein eigen nennt. Also war von Anbeginn das Gute wie das Böse vorhanden. Ich freute mich, dass Gott dafür sorgte, dass die bösen Menschen  bestraft und vernichtet wurden und die, die an ihn glaubten, seine Unterstützung hatten. So war es auch mein Wille, genau diesen Menschen nachzueifern, um so auch, die Gunst und Liebe von Gott zu erlangen. Wie so viele Menschen, die Gott nahe waren, suchte auch ich den direkten Weg zu ihm und hielt mit ihm Zwiesprache.

Je älter ich wurde, umso mehr Wissen konnte ich mir durch Lesen aneignen. Umso mehr ich las, umso mehr wurde mir bewusst, dass auch die Kirche der ich angehörte, nicht immer nach den Gesetzen Gottes handelte. Ich musste erkennen, dass der Glaube an Gott, nicht unbedingt auch den Glauben an die kirchliche Institution beinhalten muss. Kennt man die Geschichte der Kirche, die in den vergangenen fast zweitausend Jahren, sich in der ganzen Welt verbreitete, so weiß man: Sie ist aufgebaut auf dem Leid und den Tränen ganzer Völker. Wohl keine Religion hat so viel Leid verursacht, wie die Christliche, die doch eigentlich das Wort Jesus weitergeben sollte. Die Religion wurde ein Instrument der Macht. Statt Liebe, säte sie Angst und Schrecken, die wohl in den sogenannten Hexenverfolgungen ein Ausmaß erreichte, das uns heute noch erschauern lässt, wenn wir davon lesen.

Ich scheute mich nicht, auch diese Geschichten zu lesen. Ich las über die Ausrottung fast ganzer Völker, deren Heimat von sogenannten Christen in Besitz genommen wurde im Zuge der Entdeckungen fremder Kontinente. Immer mit dabei, das Kreuz, als Zeichen des einzigen wahren Glaubens.

Gott hat gewollt, dass seine Menschen verschiedene Sprachen sprechen. Er hat wohl auch gewollt, dass sich ihr Aussehen, den verschiedenen Regionen der Erde angepasst hat, in Hautfarbe, Haaren  und eben auch in ihrer Art zu leben. Welcher wahnwitzige Gedanke veranlasste diese sogenannten Heilsbringer zu glauben, diese Menschen wären Heiden? Obwohl sie in ihrem fest verwurzelten Glauben lebten, der sie durch alle Generationen begleitet hatte. Ja, die im Einklang mit der Natur lebten und sie achteten.

Glaubt man an die Worte der Bibel, so sollte sie auch richtig gelesen und verstanden werden. Hat nicht Gott die Menschen, als sie sündigten, sie dadurch bestraft, dass sie sich untereinander nicht mehr verständigen konnten, indem er ihnen verschiedene Sprachen gab und sie in alle Länder der Erde verstreute?

Wir lesen noch heute diese Geschichten. Sie wurden vor bald zweitausend Jahren von den Gründervätern unserer Kirche gesammelt und aufgeschrieben. Doch wir sind nicht fähig, auch heute noch nicht, im Sinne dieses Buches zu leben. Wollen wir es nicht verstehen oder sind wir nicht fähig dazu?

Eines möchte ich noch schreiben. Es steht auch geschrieben: Gott ist ewiglich, also zeitlos. Von Anbeginn bis in die Ewigkeit. Das ist für mich eine der wichtigsten Aussagen. Wir Menschen wissen heute, dank unserer Wissenschaft, wie alt die Erde ist. Wie lange schon Leben auf unserer Erde ist. Wie lange schon der Mensch auf dieser Erde wandelt. Nie hat die Wissenschaft den Gedanken der Schöpfung verleugnet. Da Gott keine Zeit kennt, da er immer da war und da ist, spielt es auch keine Rolle, wie lange er für seine Schöpfung gebraucht hat. Für ihn mag eine Million Jahre, wie ein Wimpernschlag gewesen sein. Das sollten wir beherzigen, wenn wir von sieben Tagen der Schöpfung lesen.

Wenn wir Gott wirklich lieben, an ihn glauben mit jeder Faser unseres Herzens, jedenfalls behauptet dies die Mehrzahl der Menschheit, dann sollten wir so großherzig sein zu bedenken, dass Gott in jeder Sprache anders geschrieben und gesprochen wird. So viele Sprachen es gibt auf der Erde, so viele Namen gibt es für Gott. Energie ist die Triebkraft des Lebens. Weicht diese Energie aus unserem Körper, zerfällt unser Leib zu Staub, doch die Energie bleibt. Wir nennen sie Seele. Was tatsächlich mit unserer Seele passiert, wir wissen es nicht, wir können nur glauben, dass sie den Weg zu Gott findet. Da frage ich mich: „Warum braucht es noch immer Kriege auf diesen Weg zu Gott.“


230932_107179159368836_100002302571880_72902_7957013_n Peter Maywald

Ich möchte Facebook heute diesen Eintrag widmen. Mit der Chronik hat Facebook wirklich etwas ganz tolles kreiert. Zuerst war ich skeptisch. Wieder etwas Neues, dachte ich. Doch meine Neugierde siegte, als ich die Chronik bei Dorothee Sargon, das erste Mal sah. Die Seite strahlt etwas persönliches aus. Sie erinnert mich an den Space, den ich vor Jahren bei Windowslive hatte. Ich machte mich also an die Arbeit und las mich durch die Neuheiten. Heute nun habe ich meine Chronik bei Facebook aktualisiert.

Dank Peter Maywald hatte ich auch ein passendes Titelbild. Er gab es mir letztes Jahr und ich hatte es die ganze Zeit unter meinen Bildern in der Pinnwand. Ich liebe seine Bilder, seit ich das Erste, von ihm bearbeitet Bild auf seiner Seite gesehen habe. Ich denke, dieses Bild widerspiegelt mein Ich. Mit diesem Titelbild und meiner Chronikseite, wird es mir noch mehr Spaß machen, in Facebook zu verweilen.

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Ich danke Facebook und ich danke Peter Maywald für dieses neu gewonnene Vergnügen, mit den Worten:

Schenke jeden Tag einem Menschen Freude und sie kommt tausendmal zurück.


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Schon in jungen Jahren,

habe ich erkannt,

dass Worte die geschrieben,

immer an unsere Seele gebunden,

nie aus unserem Herzen entschwunden.

Immer in unserem Gedächtnis weilen,

bereit, wenn wir sie rufen.

*****

Ob Freude oder Tränen,

Liebe oder Hass,

Sehnsucht oder Leid,

Hoffnung oder Trauer.

Ein Wort oft nur, nicht mehr,

lässt Bilder in uns auferstehen,

aus längst vergangener Zeit.

*****

Diese Worte,

die unser Leben begleiten,

bedeuten auch Glück, denn:

Die Freude bannt das Leid ,

die Liebe verdrängt den Hass.

Die Sehnsucht birgt die Hoffnung,

die Tränen stillen den Schmerz.

R.K.


Möchte euch mal meine große Freundin “Ira” vorstellen, oder soll ich besser Hausgenossin sagen? Nun, jedenfalls ist sie sehr lieb zu mir. Ich fühle mich in ihrer Nähe so richtig geborgen. Nur wenn ich ihr das Futter stibitze, wird sie ungemütlich, dann mache ich, dass ich aus ihrer Reichweite komme. Doch sie ist nicht nachtragend. Wie gut für mich.

GetAttachment Georg und Ira

Das war ein Wochenendausflug nach Flims. Wow, wahnsinnig! Meterhoch türmte sich diese weiße Masse. Wenn es nur nicht so kalt an meinen Füssen kleben würde. Doch lustig ist es allemal, darin herum zu toben.

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Leider hat sich ein Fehler eingeschlichen beim transportieren meiner Bilder. Es gibt noch mehr von mir und meiner großen Freundin. Wir haben auch noch einen Kater mit Namen Napoleon. Er ist grösser als ich und wird es wohl auch bleiben. Mein Frauchen ruft ihn aber meistens “Napi”. Meistens ignoriert er mich, doch wir haben auch schon geschmust. Doch vorsichtig muss ich sein, wenn er seinen Schwanz bewegt. Bei mir heißt es: ich bin gut drauf, er sagt mir damit, lass mich in Frieden. Ja das musste ich erst lernen. Doch jetzt haben wir keine Verständigungs-Schwierigkeiten mehr. Wir haben einander akzeptiert.

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Na endlich, da haben wir ja ein Foto gefunden von Napoleon. Nur war er da so alt wie ich heute, nämlich sechs Monate. Jetzt ist er fast doppelt so groß. Also wenn er nicht mein Freund wäre, würde ich ihm schon aus dem Weg gehen.

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Ich möchte euch aber nicht versäumen zu zeigen, wie groß meine Freundin und Hausgenossin im Verhältnis zu mir ist. Na, ein Paar werden wir wohl nie werden, oder? Aber ich finde ich habe es gut getroffen, denn sie hat mich lieb und beschützt mich. Was ich noch sagen wollte: Die Zeit bei Oma hat mir gut gefallen. Ich konnte ja in dieser Zeit immer wieder in mein Zuhause mit ihr fahren, um Napi und Ira zu besuchen. Sie wurden von Freunden betreut, welche in dieser Zeit im Haus wohnten. Da ich so klein war, war es sicher besser für mich bei Oma zu wohnen. Ich hatte sie für mich alleine und sie besucht uns oft. So werden wir uns nicht fremd. Als meine Familie wieder aus den Ferien zurück kam, habe ich mich sehr gefreut. Ich hatte wirklich niemand vergessen. Vor lauter Freude passierte mir ein kleines Malheur. Ich schämte mich sehr, doch in der Freude schien es niemand zu stören. Dabei hatte ich bei Oma gelernt, dass man in den Garten muss, für sein Geschäftchen. Nun, ich hatte ja Zeit meiner Familie zu zeigen, dass ich es kann und ich wurde gelobt für mein Wissen.

2011 in review


Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Ein New York City U-Bahnzug faßt 1,200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 7.400 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 6 Fahrten nötig.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.



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Ich habe es erleben dürfen, einen kleinen Blick in dieses, uns Menschen verborgene kleine Reich zu tun. Meine Fantasie gab mir die Gelegenheit dazu.

Viele Stunden verbrachte ich als Kind im Wald. Mein Lieblingsplatz war nahe an einer kleinen Quelle, wo sich in einer Vertiefung das klare Wasser sammelte, und sich von dort aus, in einem Rinnsal den Berg hinunter, einen Weg zum Bach bahnte. Nahe an der Quelle stand ein riesiger Baum. Seine Rinde war zerfurcht von den vielen Jahren, die er wohl schon hier lebte. Seine Wurzeln zogen sich bis an den Rand des Tümpels und weiches Moos verbarg sie teilweise meinen Augen. Ich baute in die freiliegende Baumwurzeln kleine Hütten, bedeckte die Dächer mit Moos  und Tannenzapfen benutzte ich als Figuren.

Ich liebte es, an seinen Stamm gelehnt zu sitzen und zu träumen. Im Licht der Sonne spiegelte der Baum sich im Wasser und manchmal war es mir, als lächelte er mir zu, wenn der Wind sanft seine Blätter streifte und er, wie es mir schien, im Spiegel des Wassers sich bewegte. Ein Zauber lag auf diesem Ort, der mich gefangen nahm, sobald ich ihn betrat. Wilde Bienen, Hummeln Schmetterlinge, Libellen besuchten die Blumen, welche hier heimisch waren und labten sich an ihrem süßen Nektar. Am Boden tummelten sich Käfer, -Ameisen eilten ihres Weges zu ihrer, in der Nähe liegenden Burg.

Wenn ich die Augen schloss, sah ich in meinen Wachträumen die wunderbarsten Bilder. Wie in einem Film spielte sich das bunte Treiben dieser Geschöpfe in meiner Fantasie ab. Ich sah kleine, menschenähnliche Wesen unter den Wurzeln hervor kommen, kleiner als mein Daumen. Sie lachten und sprangen um mich herum. Andere wiederum waren so zart und durchscheinend mit wunderschönen Flügeln auf ihrem Rücken und wenn sie mir im Flug zulächelten, fühlte ich mich leicht und schwerelos, so als ob ich mit ihnen würde fliegen.

Einigen gab ich Namen und in Gedanken konnte ich mich mit ihnen unterhalten. Ich sammelte von den umliegenden Bäumen Harz, welches ich kaute bis es eine weiche Masse wurde, formte daraus kleine Becher und Teller, die ich im Wasser des Tümpels härtete. Ich musste viel Harz kauen, denn ich brauchte viele Becher und Teller für meine kleinen Freunde. Für mich existierten sie real. Denn immer wenn ich an den Ort zurückkehrte, waren meine Teller und Becher verschwunden. Also machte ich wieder neue. Es war wohl die schönste Zeit in meiner Kindheit, die ich so mit meinen Freunden verbringen konnte.


Notifications, the Pulse of Your Blog.

Hier hat WordPress mit einem Klick die Möglichkeit gegeben,eine kurze Zusammenfassung der Meinung von Besuchern  einer Blogseite zu sehen. Ich habe keinen Augenblick bereut, dass ich mich Ende April entschlossen habe, meine Autorenseite bei WordPress zu gestalten. Ich danke dem Team von WordPress für die tatkräftige Unterstützung, die sie uns tagtäglich entgegen bringen und freue mich, durch sie und mit ihnen meine Beiträge in die Welt zu senden. Durch WordPress war es mir möglich, viele neue Freunde und Leser kennen zu lernen und verloren geglaubte Freunde wieder zu finden. Ein herzliches Danke auch dafür.

Renate Klerx


Wer denkt, das sei eine erfundene Geschichte, der irrt! Sie ist wahr und jeder der sie liest, wird dies erkennen.Ich war ein Junges von Borki, die sich nebst mir, noch um sechs weitere ihrer Kinder kümmern musste. Als wir geboren waren, bestand unsere einzige Tätigkeit darin, an die Quelle zu kommen, die uns versorgte. Da lagen wir nun, Seite an Seite an den Zitzen unserer Mutter, quietschend vor Entrüstung, wenn unser Mund sie nicht sogleich fand und schmatzten voller Vergnügen, wenn es uns gelungen war, richtig anzudocken. Die ersten Wochen vergingen, ein Tag wie der andere. Wir kuschelten im duftendem Heu an der Seite unserer Mutter, schliefen die meiste Zeit oder tranken an ihrer Brust, diese köstliche Nahrung, die sie uns reichlich darbot. Unser Raum war begrenzt. da gab es nicht viel zu entdecken, doch er war groß genug, dass unsere Mutter aufstehen und wir hinter ihr herlaufen konnten, wenn sie sich von unserem Bett zu ihrem Futterplatz bewegte. Ihr habt es sicher schon raus gefunden. Wir waren eine kleine Schweine-Familie. Mehrmals am Tage kam eines dieser komischen Wesen in unser Heim, um nach uns zu schauen. Unsere Stube wurde sauber gemacht, frisches Stroh und Heu aufgeschüttet und der Futtertrog unserer Mutter sauber gemacht und mit frischem Futter aufgefüllt.

Es gab kleinere und größere von dieser Art, die uns besuchten. Borki erzählte uns, die kleinen sind ihre Kinder, so wie ihr meine Kinder seid. Meistens setzten sie sich zu uns ins frische Stroh, hoben uns auf, drückten und streichelten uns. Sie lachten, wenn wir vor Vergnügen quietschten, ja die Freude war wohl auf beiden Seiten. Es kam der Tag, da wurde das Gatter zu unserer Stube geöffnet. Unsere Mutter voran und wir hinterher, so verließen wir zum ersten Mal unser Heim. Helles Licht blendete mich und ich schloss erschrocken meine Augen. Doch kleine Ferkel sind wie kleine Kinder, sie sind neugierig. So machte ich wieder meine Augen auf und beobachtete voller Staunen meine neue Umgebung. So sah also der Himmel aus. So fühlte sich das Sonnenlicht an. Es war herrlich!

Mutter hatte uns schon viel von dieser schönen Welt da draußen erzählt. Nun durften wir sie kennen lernen. Zaghaft folgte ich den anderen auf die grüne Matte, das also war Gras. Es kitzelte am Bauch und es duftete herrlich. Die riesigen Dinger die da herum standen und mich erschreckten, waren Bäume. Als ich bemerkte, dass sie sich nicht bewegten wurde ich mutiger. So erging es auch meinen Geschwistern. Schon nach kurzer Zeit tobten wir durch das Gras und erkundeten diese für uns, neue Welt. Unsere Mutter ließ uns machen. Für diesen Tag wollte sie noch nicht mit ihrem Unterricht beginnen. Dieser Tag gehörte allein dem Spiel und dem damit verbundenen Spaß.

 Als wir müde und hungrig, uns nach ihr umsahen, lag sie ausgestreckt im Schatten eines Baumes und schien auf uns zu warten. Wir eilten zu ihr, suchten unsere Futterquelle und bald schon war nur mehr das Schmatzen  unserer kleinen  Mäuler, und hin und wieder das zufriedene Grunzen unserer Mutter, zu hören. Danach lagen wir an ihrem Körper langgestreckt mit vollen Bäuchen und schliefen. Wunderbare Träume gaukelten mir Bilder von Blumen und herum schwirrenden Schmetterlingen, denen ich hinterher jagte.  Von diesem, Tag an verbrachten  wir die meiste Zeit auf der Wiese. Mutter lehrte uns, unsere Nase zu gebrauchen. Bald schon spürten wir Würmer und Insekten auf und erschreckten die Mäuse in ihren Löchern. Am hinteren Ende der Wiese war eine sumpfige Stelle, wo wir uns suhlten. Es war herrlich sich in der nassen Erde zu rollen. Wir bemerkten sehr schnell, dass das auch ein Schutz gegen die lästigen Insekten war, die uns dann nicht mehr so arg plagten. Wir tranken nun nicht mehr so oft bei unserer Mutter, sondern nahmen das Futter, welches immer in einem Trog für uns zubereitet wurde. So vergingen die Tage und Monate. Wir waren nun fast so groß wie unsere Mutter. Wir wussten in der Zwischenzeit, dass es Menschen waren, die für uns sorgten. Die uns von Zeit zu Zeit mit einem Schlauch nass spritzten, sodass wir rosig und ohne Schmutz in der Sonne glänzten. Wir hatten jedes Mal unseren Spaß daran. So auch an diesem Tag. Doch es war nicht ein Tag wie die anderen. Nachdem wir sauber waren, wurde unsere Mutter von uns getrennt. Ein großes Ungetüm rollte mit lautem Geknatter auf die Wiese. Es kamen zwei Menschen, die wir nicht kannten, auf uns zu. In ihren Händen hielten sie lange Stöcke mit denen sie uns auf das Ungetüm zu jagten. Ob wir wollten oder nicht, der einzige freie Weg war in das Ungetüm, welches hinter uns geschlossen wurde. Wir zitterten vor Angst und weinten und riefen verzweifelt nach unserer Mutter. Sie gab uns Antwort, doch helfen konnte sie uns nicht. Die Menschen, die für uns gesorgt hatten, sahen wir nicht mehr. Das Ungetüm rollte mit uns fort. Durch Öffnungen sahen wir die Landschaft an uns vorbei jagen. Um nicht umzufallen legten wir uns auf den Boden. Mein Herz flatterte noch, und ich wimmerte leise vor mich hin. Auch meine Geschwister waren ruhiger geworden. Wir drückten unsere Nasen an die Holzwände. Die Wiesen wurden weniger. Immer mehr Häuser zogen an uns vorbei. Die Luft roch anders. Der Duft von Blumen, Gras und Bäumen, war nicht mehr vorhanden. Dann stand das Ungetüm still. Die Menschen öffneten unser Gefängnis, es waren nun vier an der Zahl. Einer kam und packte meinen Bruder neben mir. Ich hörte einen dumpfen Knall, mein Bruder sackte zusammen und wurde von einem anderen Menschen fortgezogen. Ich schrie nach meinem Bruder und meine Geschwister taten es mir gleich. Nun ging alles sehr schnell. Ich hörte noch den Knall, spürte den Schmerz, meine Beine wurden weich, dann war es vorbei. Ich befand mich plötzlich in der Luft, sah hinunter auf meinen Körper, sah das Blut von mir und meinen Geschwistern und sah wie wir in einen Raum geschafft wurden. Zwei Menschen hängten uns kopfüber an zwei Haken, schlitzten unsere Bäuche auf und unsere Gedärme fielen auf den Boden. Ich spürte einen leichten Hauch an meiner Seite und bemerkte, auch meine Geschwister hatten sich zu mir gesellt. So sahen wir zusammen zu, was die Menschen mit unseren Körpern machten. Meine Geschwister wollten fort von diesem schrecklichen Ort und flehten mich an, ihnen zu folgen. Doch ich konnte nicht, nein ich wollte einfach alles sehen. Ich sah, wie die Menschen unsere Körper teilten, sah wie sie die Haut von unserem Fleisch lösten und sie in die Ecke warfen. Später kam ein Mensch tat diese Häute in einen Behälter und trug ihn fort. Ich entschloss mich ihm zu folgen. Er lud den Behälter auf ein kleineres Gefährt und fuhr davon. Es war ganz leicht ihm zu folgen, er bemerkte mich nicht einmal. Wieder ging es an vielen Häusern vorbei, bevor er wieder anhielt. In der Luft war ein furchtbarer Gestank. Der Mann trug den Behälter zu einem Trog und lehrte die Häute hinein. Da lag nun meine Haut und die meiner Geschwister mit vielen anderen und warteten auf das, was nun weiter geschehen würde. Ich beschloss da zu bleiben. Ich wollte sehen, was mit meiner Haut passierte. Und so war es. Viele Tage dauerte der Prozess. Meine Haut wurde gereinigt, geschabt und immer wieder bearbeitet. Zwischendurch lag sie in einer Art Bad, wurde wieder bearbeitet und getrocknet . Ich konnte fast nicht glauben, als ich das Ergebnis sah, dass das meine Haut gewesen war. Sie glänzte in einem wunderbaren Rot, rot wie das Blut, welches wir verloren hatten. Doch sie war es. Ich war die ganze Zeit dabei. Viele Menschen hatten sie in ihren Händen. Zu guter Letzt wurde ich in einer großen Halle auf einen Tisch gelegt, zugeschnitten und an einer Maschine wieder zusammengenäht. Meine Haut war ein wunderschöner roter Behälter geworden. Dieser wurde nach einigen Tagen mit anderen, in den verschiedensten Farben und Größen, in ein Gefährt geladen, welchem ich folgte. Ich wollte unbedingt wissen, was nun weiter geschah. Diese Fahrt dauerte nun nicht mehr allzulange. Der Mensch trug diese Behälter in ein großes Haus mit einer langen Wand, wo man hindurch sehen  konnte. Dahinter waren wunderbare Dinge ausgestellt. So wie sie aussahen waren alle aus Haut gemacht. Die meisten Dinge standen oder lagen in Regalen. Jetzt hatte ein Mensch meine Haut in den Händen. Er lächelte, ging mit ihr zu der durchsichtigen Wand und stellte sie ab. Da stand sie nun, meine Haut. Jeder Mensch der vorbei kam, konnte sie sehen. Ich wollte noch einige Zeit bei ihr bleiben, bevor ich sie auf immer verließ um meinen Geschwistern zu folgen.

Es vergingen ein Tag, zwei Tage, da kam ein kleiner Mensch an der Hand seiner Mutter. Beide blieben vor der durchsichtigen Wand stehen. Der kleine Mensch deutete auf meine Haut und rief. “Mami, Mami, diese rote Schultasche möchte ich haben.” Die Mutter ging mit ihrem Kind in das Haus, und kaufte die Schultasche. Voller Stolz band sie der kleine Mensch auf seinen Rücken. Ich war glücklich. Nun wusste ich, meine Haut war eine Schultasche geworden und dieser kleine Mensch liebte sie. Ich begleitete beide noch in ihr Heim. Der kleine Mensch stellte die Schultasche am Abend neben seinem Bett. Streichelte ganz zart über das glänzende Leder und flüsterte, “du wirst mich nun die nächsten Jahre begleiten.” Dann sprang er in sein Bett und schloss glücklich seine Augen. Im Traum erlebte er die Geschichte seiner Schultasche. Er sah nur die glückliche Zeit, als seine Schultasche noch ein kleines Ferkel war. Diesen Traum habe ich ihm geschenkt, bevor ich mich verabschiedete.

Ich fühlte mich leicht, nun war ich richtig frei, nun konnte ich endlich zu meinen Geschwistern, die bestimmt schon sehnsüchtig auf mich warteten.