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Heute, an diesem wunderschönen Frühlingstag wurde mir wiederum bewusst, wie herrlich, und doch zerbrechlich unsere Welt doch ist. Hier in meiner Heimat erwacht die Natur und umgibt uns mit ihrer Schönheit. Wiesen im satten Grün, übersät mit herrlichen Blumen, in einer Farbenpracht die meine Augen erfreut, mein Herz schneller schlagen lässt und meine Seele  sich entfaltet. Friedlich weiden Mutterkühe mit ihren Kälbern und genießen die wärmenden Strahlen der Sonne.  Die Jungen teils erst einige Tage alt, springen übermütig umher. Ja, wenn man sie richtig beobachtet, sie spielen. Es ist ein Bild des Friedens. “Warum kann es nicht überall in der Welt so sein”, frage ich mich in Gedanken.

Ich denke an die Orte, die mir vergönnt waren, sie zu besuchen. Ich denke an die bunte Vielfalt der Karibik, der üppigen Schönheit von Thailand. den Stätten von den Emiraten, die ihre Wüsten zu neuen Leben erweckten. Europa mit seiner Vielfalt an Kulturen, wo doch ein großer Teil seiner Vergangenheit noch zu finden ist.

foto-1_thumb.jpg Leguan Eigenes Foto

Dazu kommen mir Gedanken, an Orte die verschwunden sind. Weggefegt von Bomben, zerstört von der Willkür des Krieges. Mein Herz blutet, wenn ich daran denke, dass diese Orte unserer Vergangenheit nur mehr in unserem Gedächtnis zu finden sind. Jahrelang waren sie Bestandteil  unseres Lebens, teils versteckt unter Sand und Wildnis. Der Mensch hat sie aus der Vergangenheit zu neuem Dasein erweckt und uns erstaunen lassen, was vor tausenden von Jahren durch ihn erschaffen wurde. Ja, die Menschheit könnte stolz und glücklich sein, wie sie sich entwickelt hat.

weltspiegel-1898__v-standard644_b25162.jpg Historische Stätten

 

Unser Wissen hat sich explosionsartig vermehrt seit der Zeit, als der Mensch noch als Sammler und Jäger auf der Erde unterwegs war. Unser Wissen ja, unsere Weisheit nicht.

Noch immer ist die große Mehrheit dazu bereit, wenn einige wenige dazu aufrufen, ihr Leben dem sogenannten Wohl der Menschheit zu dienen. “Warum?” frage ich mich. wir haben nur ein Leben und wir haben nur eine Erde. Beides ist es wert zu erhalten und zu schützen. Aber nicht mit Waffen!

Der Menschheit dienen können wir nur, indem wir sorgfältig mit unserer Umwelt umgehen. Wir einander achten, unsere Kinder in Liebe und zu Besonnenheit aufziehen und nicht durch Gier nach immer noch mehr. Noch mehr Macht, noch mehr Geld, noch mehr Waffen, noch mehr Mord und Totschlag.

Es ist eine Lüge zu behaupten: “Gott will es oder hat es so gewollt.” Jeder der das behauptet, hat seinen Glauben verloren. Denn, gibt es Gott, würde es ihm sicher nicht gefallen, wenn sein Werk zerstört wird und ich bin mir sicher, ein großer Teil unserer Weltbevölkerung denkt wie ich.

Doch gibt es Gott nicht, ein Alptraum dies zu denken, denn wozu brauchten wir dann all die verschiedenen Religionen. Dann wäre es wirklich nur ein Werkzeug weniger Menschen, um ihre Mitmenschen gefügig zu halten. Und dann?


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Die Zeit verging wie im Flug. Sieben Jahre war Sherbo alt, als er in sein größtes Abenteuer startete. Ich hatte mich für eine Projektarbeit in Rumänien gemeldet. Im Arbeitsteam waren außer mir mit dabei: Alexandra eine Architektin, und drei Ingenieure. Ziel unserer Tätigkeit war Arieseni ein Gebiet im Herzen der Siebenbürgischen Westgebirge. Dieser Landesteil war Dank der grossen Gold und Edelmetall-Vorkommen von alters her besiedelt. Schon die alten Römer wussten dies zu nutzen und bis in unsere Zeit ist dieser Reichtum noch nicht versiegt.

Unser fester Standort war Alba Julia, wo wir im Hotel Cetate Quartier bezogen. Unsere Zimmer waren im 7. Stock und somit hatten wir eine herrliche Aussicht auf den Park und die umliegenden Gebäude. Am ersten Tag lernten wir die Leute kennen, die uns zur Seite standen und deren Büro-Räumlichkeiten  wir benutzen konnten. Eigentlich war die erste Woche voll mit Terminen und Besprechungen, sowie dem Kennenlernen dieser schönen alten Stadt. Es war am Morgen des zweiten oder dritten Tages, als Alexandra ganz verstört vom Morgenspaziergang zurück kam, den sie mit Sherbo angetreten hatte. Es war ihr Wunsch, mit ihm am Morgen Gassi zu gehen. Hatte sie doch selbst einen Hund, den sie leider nicht mitnehmen konnte, da er schon alt war und die Strapazen dieser Reise nicht gut vertragen hätte. So blieb er bei ihren Eltern. Nun, Alexandra kam allein zurück. Sherbo war mit den wild lebenden Hunden, die sich im Park herum trieben, mitgelaufen. Ich war entsetzt, hatten wir doch am Tag davor, mit einigen Hunden schon Bekanntschaft im Park gemacht. Eine riesige graue Dogge war wie es schien der Boss.

„Wir müssen ihn suchen“, war alles was ich im Moment heraus brachte. Schnell zog ich mir eine Jacke an und wir machten uns auf den Weg. Wir gingen die Strecke ab, die Alexandra mit Sherbo kurz davor gelaufen war. Die Hunde waren fort, von Sherbo keine Spur. Nach gut einer Stunde gaben wir die Suche auf. Im Hotel sagte uns der Portier, Die Hunde lebten im inneren Ring der Stadtmauer, der früher vom Militär genutzt wurde. Es hätte keinen Zweck in dort zu suchen. Wir könnten nur warten, und hoffen, dass er von selbst zurückkommt. Das waren wohl die längsten Stunden, die ich bis dahin erlebt hatte.

Wir gaben unseren Kollegen Bescheid, und auch sie waren der Meinung, wir sollten im Zimmer bleiben und abwarten.

Stunde um Stunde verging. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt, Sherbo lebend wieder zu sehen. Dann, ein kurzes verhaltenes Bellen. Wir stürmten beide zur Zimmertür, und rissen sie auf. Da stand Sherbo, wedelte mit dem Schwanz, blickte treuherzig zu uns auf und spazierte an uns vorbei ins Zimmer als wäre nichts passiert. Alexandra und mir viel ein Stein vom Herzen, wir waren einfach glücklich. Und Sherbo wunderte sich wohl darüber, warum wir Tränen in den Augen hatten.

Später hat uns der Portier erzählt, Sherbo sei auf das Hotel, durch die offene Tür zum Lift gelaufen und hat davor gewartet. Der Portier holte den Lift, Sherbo ging hinein, der Portier drückte den 7.Stock und Sherbo fuhr hinauf und spazierte durch die sich öffnende Lift Tür zu unserem Zimmer. Ganz einfach so. Da soll einer sagen, Hunde seien nicht klug.

Was wir damals noch nicht wussten war: Sherbo hat seine große Liebe gefunden. Ja, auch das gibt es bei Hunden. Doch sollte noch viel passieren, bevor ich dies erkannte.


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Es hat mich wieder das Gefühl, wie schön es ist, überall in der weiten Welt Freunde zu haben. Viel zu lange musste ich warten um zu erkennen: “ Das Leben geht weiter!“ Ich denke, nun bin ich wieder bereit zum Schreiben. Mein Herz, ja meine Seele verwehrten mir Zugang, um meine Gefühle und Gedanken in Worte nieder zu schreiben. Viele von meinen Freunden und Lesern hier haben mir dabei geholfen. Es war ihre Präsenz , obwohl nicht all zuviel Neues auf meiner Seite zu lesen war. Dafür danke ich Euch! Durch eure Treue und Freundschaft ist es mir gelungen, die Dunkelheit die mich umgab, zu durchbrechen, um wieder kreativ arbeiten zu können. Begonnenes muss aufgearbeitet werden um dem Neuen in meinen Gedanken freien Platz zu machen. Ich freue mich auf die Arbeit und hoffe, dass mein Wunsch, dort weiter zu machen, wo für lange Zeit kein Zugang war, der Weg wieder frei ist und Licht mich führt.

Mit diesen Gedanken grüsse ich Euch,

Renate Klerx  (Autorin)

 


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Das wünsche ich meinen  lieben Freunden  rund um die Welt! Mögen Gesundheit, Friede und Freude unsere Begleiter auf allen unseren Wegen sein. Millionen von Menschen haben diesen Wunsch. Warum kann und soll es nicht Wirklichkeit werden?

Warum muss zerstört werden, was in Mühe erarbeitet und aufgebaut wird?  Warum fließen noch Tränen, wo doch ein Lächeln jedes Anlitz verzaubert. Warum lassen wir zu, dass Hass und Habgier unsere Herzen versteinern? Wo doch allein die Liebe ihren Wohnsitz haben sollte.

Werden wir Vorbild für die Länder die im Chaos leben. Nicht durch Lieferung immer neuerer Waffen, sondern durch Hilfe zur Selbsthilfe. Verwenden wir die Milliarden von Geldern, die vom Volk erarbeitet wurden, für die Menschen vor allem dort, wo Not herrscht, zum Aufbau, für Hunger, wohnen und leben.

Jeder Mensch, der geboren wird hat ein Anrecht in Sicherheit und Anstand zu leben. Was tun wir dafür? Kein Mensch sollte gezwungen werden, seine Heimat zu verlassen. Gezwungen durch Not und Armut, durch Kriege, Mord und Totschlag.

Kein Kind wird dafür geboren, um als Kriegsopfer zu sterben. Und kein erwachsener  Mensch sollte auf erzogen werden, um seine Mitmenschen zu töten.

Lassen wir nicht zu, dass unsere Seelen verkommen und sterben. Wir „Alle“ haben die Kraft und die Macht, eine Welt des Friedens und der Harmonie zu gestalten. Denn nur in Liebe und Harmonie kann unsere Seele weiterleben.

In diesem Sinne alles Glück der Erde für das neue Jahr 2018

Renate Klerx


 

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Es war ihre erste Geburt und alles ist gut gegangen. Sie hat ein wunderschönes Stierkalb geboren.

 

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Zwar noch etwas wackelig, doch der kleine Stier steht und sucht schon seine Nahrung. Welch ein toller Tag und ich durfte ihn erleben. Es war also der richtige Tag, um meine Tante und ihre Familie mit meiner Mutter zu besuchen. Nach der Begrüßung sagte mir Franz, mein Cousin, dass kurz davor ein Kälbchen geboren wurde. Natürlich musste ich sofort in den Stall. Alle anderen Kühe waren auf der Weide. Nur die Mutter-Kuh hatte er am Vormittag in den Stall gebracht, damit sie in Ruhe ihr Kalb zur Welt bringen konnte. Es ist wahrlich ein Erlebnis, zu sehen, wie sorgsam diese Kuh mit ihrem eben geborenen Kalb umging. Da war so viel Liebe, die man eigentlich einer Kuh nicht zutraut. Doch es war wirklich “Liebe”.


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Ich sitze hier und träume, die Feder in der Hand, die Sonne scheint hernieder, sie hat den Regen verbannt.

Wo noch vor Tagen nasser Schnee mit seiner Last die Äste der Bäume fast erdrückten und die ersten Blumen erstickte sind die Spuren davon verschwunden. Ja, sie überwanden ihre Wunden und zeigen sich nun voll gestärkt in ihrer wiedergewonnen Schönheit. So lehrt uns die Natur, auch wenn uns eine schwere Last zu Boden drückt, nicht daran zu zu zerbrechen, sondern uns davon zu befreien und immer wieder aufzurichten. Denn, nach noch so dunklen Tagen kommt immer wieder die Sonne und gibt uns Wärme und Zuversicht.

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Welch ein Tagesbeginn! Wie meistens wurde ich so zwischen 7 und 8 Uhr wach. Meine erste Tätigkeit! “Licht”, doch es kam kein Licht! Also versuchte ich die Rollläden hochzufahren. Da bemerkte ich, ich hatte keinen Strom. Die ganze Wohnung ohne Strom. Der Stromkasten war hinter meinen Kleidern im begehbaren Wandschrank versteckt. Also schaute ich mit Hilfe einer Notfalllampe nach, ob mit den Sicherungen alles in Ordnung war, und das war es. Ich hörte Stimmen im Hausflur und dachte, vielleicht wissen die Nachbarn mehr als ich. Nun, die hatten auch keinen Strom. Im ganzen Haus war kein Strom. Kein Telefon, nicht mal das iPhon funktionierte. Kein Kaffee, denn hätte ich dringend gebraucht. Meine erste Reaktion, ab ins Bett. Doch das tat ich dann doch nicht. Ich zündete mir eine Kerze an.  Eine Stunde später ging ich wieder mal ins Treppenhaus, dort war es hell. Keine Rollläden hinderten den Zugang vom Tageslicht, und sah durch die gläserne Eingangstür im Freien einen Mann, der die Fußwege vom Schnee freischaufelte. Vielleicht weiß der Mann mehr, dachte ich. Und er wusste mehr! In ganz Mörschwil war der Strom ausgefallen, sagte er mir. “Oh je! Hoffentlich dauert es nicht allzu lang,” war meine Reaktion. Nun es dauerte nicht mehr so lange. Jetzt habe ich endlich meinen Kaffee und auch mein Laptop funktioniert wieder. Das Bild oben habe ich gemacht, als ich meine Rollläden hochgefahren hatte. Gestern war mein Gärtchen grün und Tulpen, Narzissen und Margeriten erfreuten meine Augen. Ich hoffe, sie werden den Schnee überstehen. Nur zwei Stunden habe ich den Stromausfall erlebt und musste erfahren wie abhängig wir vom Strom geworden sind. Ich denke, dass ich von jetzt an schon vorm schlafen gehen die Rollläden wieder hochfahre. Denn, sollte es wieder mal passieren, möchte ich wenigstens Tageslicht in meiner Wohnung haben. Schließlich bin ich ja kein Maulwurf!