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Archive for the ‘Allgemein’ Category


 Sherbo1 Vorderansicht (2)

Ich erzähle nun den letzten Tag mit Sherbo. Mehr als fast 15 Jahre war Sherbo an meiner Seite. Viele Abenteuer durften wir zusammen erleben. Ich habe die ersten Monate unserer Gemeinsamkeit erzählt. Vielleicht bringe ich die eine oder andere Geschichte hier auf meiner Homepage. Doch da ich die Erlebnisse mit ihm in einem Buch herausbringen werde, kann ich nicht “Alles“ freigeben. Ich denke, wenn ich über unsere Zeit in Rumänien schreibe, werde ich wieder eine Episode hier einstellen.

Es war an einem Freitagmittag. Wie immer machten wir uns auf den Weg. Sherbo, so war sein Name und der Name passte ausgezeichnet zu ihm, denn der Name war so außergewöhnlich wie er, suchte seinen Weg. Es war eine stille Vereinbarung zwischen ihm und mir, dass er mir zeigte, welchen Weg wir nahmen.

An diesem Tag wollte er geradewegs zum See. „Es wird kein langer Spaziergang werden“, dachte ich bei mir und ließ ihm seinen Willen. Am See nahm ich ihm die Leine ab. Sicher wusste er das und hatte deshalb diesen Weg gewählt. Er schnupperte an jedem Baum und jedem Strauch. Intensiv, wie es schien, hinterließ er seine Markierungen.

Später, als ich an diesen Tag zurückdachte, erkannte ich, dass Sherbo sich verabschiedet hatte. Auf dem Nachhauseweg passierte es. Sherbo taumelte, jaulte laut auf. Es klang wie ein Hilferuf, dann sackte er zusammen. Antony fing ihn in seinen Armen auf. „Mami, der Sherbo stirbt“, rief er entsetzt. Er hob ihn hoch: „Wir müssen zum Arzt, schnell, er atmet fast nicht mehr.“

So schnell wir konnten rannten wir zum Haus, legten Sherbo auf den Rücksitz in mein Auto. Antony setzte sich zu ihm, hielt seinen Kopf, streichelte ihn und redete auf ihn ein, während ihm die Tränen über die Wangen liefen. Es war ein Bild, so voller Liebe und Trauer, gemischt mit großer Verzweiflung und Hilflosigkeit.

Ich betete im Stillen, das der Arzt zu Hause war – und vor allem, dass er Sherbo helfen konnte.

Wir hatten Glück. Der Arzt war da, doch sein Gesichtsausdruck, als er Sherbo sah, gab mir keine Hoffnung. Antony legte Sherbo auf den Untersuchungstisch. Gebannt sahen wir zu, wie der Arzt Sherbo untersuchte und schon nach kurzer Zeit aufblickte. „Das war ein starker Herzinfarkt. Auch wenn ich ihm für den Moment helfen würde, er würde nicht mehr sein wie vorher. Er hat ein schönes Leben gehabt und ist sehr alt geworden. Vierzehneinhalb Jahre sind viel für einen Hund. Lasst ihn sterben, es ist das Beste für ihn und für euch. So muss er nicht leiden. Ich lasse euch jetzt eine viertel Stunde allein mit ihm, so könnt ihr Abschied nehmen. Vorher gebe ich ihm noch eine Spritze, damit er keine Schmerzen hat und auch keine Angst.“

Der Arzt gab Sherbo die Spritze und stellte uns zwei Stühle hin, damit wir uns setzen konnten. Danach senkte er etwas den Tisch und ging aus dem Raum.

Da lag er nun, unser Sherbo. Seine Augen, diese lieben, treuen, schönen, großen Augen wanderten suchend im Raum umher. Meine Hände fanden automatisch die Stelle hinter seinen Ohren. Er liebte es, wenn ich ihn dort kraulte. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich, dass auch Antony ihn streichelte. Ich bedankte mich bei Sherbo für die schöne Zeit, die wir zusammen verbracht hatten.

Ganz ruhig lag er da und lauschte meiner Stimme. „Mami, muss es wirklich sein, muss Sherbo nun sterben, können wir wirklich nichts mehr für ihn tun?“ Antony schluckte und wischte sich die Tränen von seinen Wangen. „Ich würde alles für Sherbo tun, wenn es ihm wirklich helfen könnte. Doch glaube mir, der Arzt hat Recht. Ich denke, wir sollten Sherbo wirklich seine Ruhe gönnen, er hat sie verdient.“

Ich konnte nicht weitersprechen, wir weinten beide. Mit der einen Hand streichelten wir Sherbo, während unsere andere Hand den Weg zueinanderfand. So verbrachten Antony und ich die letzten Minuten mit unserem Hund, der uns in den langen Jahren ein Freund gewesen war.

Der Arzt kam nach einiger Zeit wieder und erklärte uns sein weiteres Vorgehen. Er rasierte Sherbo am vorderen Lauf die Haare weg und setzte ei-ne Kanüle. Als er die Spritze aufzog, sagte er: „Nun geht es sehr schnell. Er wird keine Schmerzen haben. Sein Herz hört einfach auf zu schlagen.“

Noch einmal streichelte ich Sherbo über seinen Kopf. Die Tränen, die mir aus den Augen flossen, verschleierten meinen Blick.

„Jetzt ist es vorbei, er hat es überstanden“, hörte ich den Arzt sagen. In diesen Moment drehte Sherbo noch einmal seinen Kopf, sah mich an und die Spitze seiner Zunge fuhr ganz leicht über meinen Handrücken, so als wollte er sagen, bis bald. Diese letzte Liebkosung werde ich mein Leben lang spüren. Es war seine Art, mir Lebewohl zu sagen, oder aber auch mir zu zeigen, ich werde immer bei dir sein.

So ist es auch. Sherbo wurde nach Seon überführt. Nach der Kremierung kam er wieder zu mir. Er ist in seiner und meiner Umgebung und irgendwann, wenn die Zeit gekommen ist, werden wir den letzten Weg gemeinsam gehen. Bis dahin wird er auch weiterhin auf mich aufpassen.

Für mich steht fest. Wenn wir Menschen eine Seele besitzen, hat Gott auch den Tieren eine Seele gegeben, und das ist gut so.

 

 

 

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Sherbo1 Vorderansicht (2)

Fortsetzung:

Wie ich schon befürchtet hatte, war es nun, da Sherbo entdeckt hatte, dass er die Möglichkeit hatte, seinem begrenzten Raum zu entkommen indem er auf den Boden sprang, schwieriger geworden ihn im Auge zu behalten. Sein Entdeckungsdrang war unbegrenzt. Er versteckte sich unter den Tischen und fand so, sein nächstes Spiel. Es waren die Schuhbändel der männlichen Gäste. Er zog an einem Ende bis der Knoten gelöst war und sprang mit dem Bändel im Maul dem Gast auf und über den drangsalierten Schuh. Ich war entsetzt, doch die Gäste, die es traf hatten ihren Spass. Für mich war klar, das musste ich ihm schnellstens abgewöhnen. Ich hatte in der Zwischenzeit ein zweites Körbchen für Sherbo gekauft. Dieses platzierte ich auf den Rücksitz meines Autos, welches ich unter dem Kastanienbaum direkt neben dem Treppenaufgang zur Terrasse parkiert hatte. Immer wenn ausser den festen Stammgästen andere Personen kamen, musste Sherbo für einige Zeit dort verbringen. Er hatte seine Hölzchen zum Kauen, sein Kuschelkissen, Quitschbällchen, Gummiknochen und ein Stoffhündchen zum Zeitvertreib. Die Fenster hatte ich halb geöffnet, damit hatte er auch immer frische Luft. Geschützt durch den grossen Kastanienbaum, stand das Auto im Schatten und war darum der ideale Platz. Hier war er sicher aufgehoben.

Es war Mitte August, ein Glückstag für Sherbo und auch für mich. Antony, mein jüngster Sohn, hatte seine Lehre als Koch beendet und wollte in der Zeit bis zum Termin der Rekrutierung ins Militär, bei mir im Restaurant mitarbeiten. Schon vom ersten Augenblick an, als er Sherbo sah, hatte er sein Herz an ihn verloren und das war gegenseitig. Wir hatten uns geeinigt, dass Antony am Abend die Küche übernehmen sollte, da gab es mehr A la Carte und Snacks zum Zubereiten, besonders für die Gäste in der Bar, die die selbst kreierten Saucen von Antony als Beigabe zu Kroketten, Pommes, auch Schnitzel, panierte Poulet Streifen und anderes mehr, liebten. Seine Fantasie, immer wieder Neues zu kreieren, war gross. Der Umsatz der Küche, allein für die Bar, war enorm.

Antony lebte in dieser Zeit bei mir. So fuhren wir gemeinsam, nach der Sperrstunde in unsere Wohnung und meistens kamen Antony und Sherbo am Nachmittag wieder mit dem Bus zurück ins Restaurant. Für mich war es eine grosse Erleichterung, wusste ich Sherbo doch in den besten Händen, die es für einen kleinen Rabauken wie ihn, geben konnte.

Meine täglichen Spaziergänge machte ich aber auch weiterhin mit Sherbo. Nun, da Anthony in meiner Abwesenheit im Restaurant war, konnte ich mehr Zeit dafür verwenden. Grund genug, wieder einmal an den See zu fahren. Damals war der Bootshafen vom Altenrhein noch nicht so ausgebaut wie heute. Das Seegelände war noch frei zugänglich. Der Weg dorthin noch nicht versperrt, führte hinter den Anlegestegen, zwischen alten Bäumen, dann durch einen schmalen Schilfgürtel, direkt an den See. An manchen Stellen gab es kleine Sandbänke, wie Oasen, nur umringt vom Schilf und Wasser. Es war ein Lieblingsplatz von mir. Ich liebte diese Stille, das Gefühl von Weite und grenzenloser Freiheit. Mit dabei hatte ich eine kleine Luftmatratze und ein Handtuch. All das war neu für Sherbo. Schon den ganzen Weg entlang schnupperte er an den verschiedenen Gräsern und Blumen am Wegesrand. Setzte seine Markierungen, noch nicht an den Bäumen, sondern darunter auf die Erde. Verbellte Ameisen und anderes Kleingetier, das er am Boden bemerkte. Am Platz angekommen löste ich die Leine. Sofort lief er ans Wasser, sprang wieder zurück, als eine kleine Welle über seine Läufe schwabbte. Es war herrlich ihm dabei zuzuschauen, war es doch sein erster Kampf mit einem Element, welches er nur aus seinem Wassernapf kannte. Ich entledigte mich meiner wenigen Kleidungstücke, den Badeanzug hatte ich schon vorsorglich darunter angezogen, und setzte mich zu Sherbo ans Wasser. Der Sand war feucht und warm, übersäht von kleinen Holzstückchen, die angeschwemmt hier herumlagen. Ich nahm eines auf und warf es knapp vor Sherbos Nase ins Wasser. Sofort stürzte er sich darauf, schnappte es und zog es ans trockene Land. Ich wiederholte dieses Spiel und es schien ihm zu gefallen. So verlor er seine anfängliche Scheu, ja ich konnte beobachten, er paddelte mit seinen Läufen und auch das schien ihm zu gefallen.

Doch eigentlich wollte ich auch schwimmen. Ich ging also einige Meter in den See hinein. Sherbo vergass seine Stöckchen, setzte sich ans Ufer und beobachtete mich. Als ich keine Anstalten machte umzukehren, fing er an zu bellen, lief am Ufer hin und her, und ich traute meinen Augen nicht, er folgte mir. Erst zaghaft und dann, er schwamm direkt auf mich zu. Ich nahm ihn aus dem Wasser. Sein ganzes Fell war nass und klebte an seinem kleinen Körper. Er sah wirklich erbärmlich aus. So dünn, so klein, lag er nun in meinen Armen. Ich lobte ihn, strich über sein Köpfchen und ging zurück an Land. „Also so wird es Nichts mit Schwimmen“, dachte ich bei mir. Ich schrubbelte ihn mit dem Handtuch trocken, dann nahm ich die Luftmatratze, setzte Sherbo auf dem Wasser auf diese, und schob ihn so vor mich her. „Warum denn nicht gleich so“, schien mir sein Blick zu sagen, um gleich darauf mit einem kurzen Bellen es zu bestätigen. Ich konnte schwimmen und Sherbo genoss seine erste “Bootsfahrt“. Zwischendurch nahm ich ihn zu mir ins Wasser, um eine Überhitzung vorzubeugen. Der See war hier noch nicht so tief, knapp einen Meter, denn ich konnte bequem stehen und Kopf und Arme waren frei. Wenn ich ihn wieder auf die Luftmatratze setzte, trocknete ich sein Fell mit dem mitgenommenen Handtuch und drapierte es luftig über ihn. Wieder an Land, stellte ich die Luftmatratze in einer V Form auf, breitete das Handtuch über die Öffnung und wir legten uns darunter in den warmen Sand zum Trocknen. Sherbo hat dieses kleine Abenteuer doch etwas erschöpft, denn er schlief kurz darauf, fest an mich gekuschelt, ein. Ich denke, es hat ihm gefallen.

So oft es ging in diesem Sommer, machten wir den Ausflug zum See. Die Sonne tat uns Beiden gut und Sherbo entwickelte sich als guter Schwimmer. Nur einmal hatten wir ein schreckliches Erlebnis. Ich lag im Sand und Sherbo spielte am Wasser. Da brach durch das Schilf eine grosse Dogge, frei ohne Leine. Ihr folgte ein Mann. Die Dogge rannte ans Wasser, mein kleiner Sherbo stellte sich quer und bellte. Da schnappte die Dogge ihn und warf ihn ins Wasser. Gottseidank konnte der Mann sie an die Leine nehmen, bevor sie Sherbo nochmals fassen konnte. Er entschuldigte sich und ich fischte Sherbo, der total zerfasert aber unverletzt war, aus dem seichten Wasser drückte ihn an mich und redete beruhigend auf ihn ein. Es war alles gut ausgegangen. Doch die Dogge hätte ihn auch ertränken können. Sie hat ihn nicht gebissen, sie hat ihn einfach unters Wasser gedrückt. Dieses Erlebnis hat er wohl nie ganz vergessen, denn die Angst vor grossen Hunden hat ihn noch lange Zeit begleitet.

 

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Wenn ich die Berichterstattungen in den Medien verfolge und das tue ich wirklich täglich, kommt ein ungutes Gefühl in mir auf. Was passiert in unseren Köpfen, was wollen die Politiker. „Spielen sie Schach?“ Dieses Spiel kommt vermutlich aus Indien und war tausende von Jahren das Spiel der Könige. Bezeichnet ist die Abfolge des Spieles. Zuerst wurde das gemeine Volk,  also die Bauern, Läufer, Reiter, geopfert, danach fielen auch die Verteidigungstürme, manchmal wurde auch die Königin geraubt und zu guter Letzt fiel auch ein König zum Opfer und wurde matt gesetzt. Selten gab es einen Gleichstand (Remis). Dieses Spiel galt lange Zeit als Spiel der Könige, denn es förderte die Beherrschung der Strategie und das war wichtig in den Zeiten, da jedes Land durch Krieg seine Grenzen erweitern wollte. Doch sind wir nicht klüger geworden?

Wir haben den Unterschied erkannt, zwischen Leben in Kriegszustand oder Leben in Frieden. Wir haben erkannt, wie wir unsere Umwelt schützen könnten und wie wir sie zerstören. Es braucht keine führende Weltmacht, die alle anderen Völker zu führen bereit ist. Also keine neue Diktatur. Der Ansatz in der Artus-Sage war ein Anfang dieses Gedankens, aber eben nur ein Anfang, denn er beschränkte sich einzig für die Führung eines Landes. Diesen Gedanken nun in eine Weltregierung umzusetzen, war der Wunsch von Obama. Leider nur eine Illusion. Denn mit dabei war der Führungsanspruch. Hätte die USA die Größe, Russland als Partner in Augenhöhe anzunehmen, wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung getan. China und andere große Nationen würden dem Beispiel folgen. Der Ansatz dazu ist ja schon da durch die Gipfeltreffen.

Stattdessen rüstet die Nato an den Grenzen von Russland auf, was zur logischen Reaktion von Seiten Russlands führt. Wer ist der Gewinner. Niemand! Ausser der Waffenindustrie, wenn es nur ein Ketten rasseln ist. Irgendwo müssen die tödlichen Waffen ja zum Einsatz kommen, damit neue produziert werden können. Oder wird im stillen Kämmerlein drüber nachgedacht, wie die Überbevölkerung, Arbeitslosigkeit, Armut in vielen Ländern  auf einem anderen Weg überwunden wird?

Warum ist die Türkei nicht Willens, alle in ihr lebenden Volksschichten anzuerkennen? Genauso in den umliegenden Oststaaten. ISIS würde an Macht verlieren, wenn endlich die Diskriminierung ganzer Völker beendet und stattdessen ihr Heimatrecht anerkannt wird. Die Befriedung sollte das Ziel sein und nicht der Krieg. Die großen Religionen beanspruchen für sich, Nachkommen von Abraham zu sein. Hört der Brudermord, der wie es geschrieben steht, durch Kain an Abel getätigt wurde, niemals auf!

Es ist genug Umwelt zerstört worden. Genug Menschen wurden ermordet oder ihrer Heimat beraubt. Lasst die, die noch am Leben sind ihre Häuser wieder aufbauen, ihre Gärten und Felder und Wälder wieder bestellen. Statt neuer Waffen für Zerstörung, verwendet das Geld für den Wiederaufbau einer lebensfreundlichen Welt.

Statt für einen Platz im Paradies, schafft das Paradies auf dieser Erde, für Eure Kinder und Kindeskinder. Oder sollen diese, wenn sie am Leben bleiben in einer Weltumspannenden Wüste ihr Dasein sühnen. Es war und ist immer so gewesen. Die Kinder erben die Fehler der Erwachsenen. Wollen wir das wirklich?

Ich denke, niemand will das wirklich. Nicht einmal diese Menschen, die die Macht als Eigen beanspruchen.

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  Sherbo1

Mein Leben mit Sherbo!

 

Der 27. Juli 1991 sollte ein besonderer Tag in meinem Leben werden. Zur damaligen Zeit war ich Wirtin und führte ein Restaurant in St. Gallen. Schon Tage lang beherrschte eine andauernde Hitzewelle die ganze Region und man wünschte sich doch tatsächlich mal ein wenig Regen. Es war kurz nach zehn Uhr. Die Arbeiter, welche ihre Kaffeepause in meiner Gaststube zubrachten, waren gegangen, meine Vorbereitungen für das Mittagsmenue waren beendet. Also etwas Zeit für einen Kaffee. Ich hatte mich eben gemütlich an einen Tisch gesetzt, als eine Frau den Gastraum betrat. Ich kannte sie, war sie doch in letzter Zeit fast jeden Tag, kurz bei mir zu Gast. Ihr Name war Marina. Sie setzte sich zu mir an den Tisch und als ich ihr den gewünschten Kaffee brachte, begann sie zu weinen. Nach meiner Frage, was sie so sehr bedrückt, kam ein tiefer Seufzer und dann kamen die Worte wie eine Sturzflut. Sie war vor einigen Wochen mit ihren drei Kindern und ihrem Pudel nach St. Gallen gezogen. Lebte nun hier getrennt von ihrem Partner, mit dem sie davor eine Hühnerfarm im Rheintal aufgebaut hatte. Auf dieser Farm hatten sie auch einige mittlere Schnauzer, sozusagen als Schutzhunde. Einer davon hat sich wohl mit ihrem Pudel gepaart, wie sie erst vor drei Wochen, nach der Geburt von sechs Welpen feststellte. Da hatte sie das Geschenk. Drei kleine Kinder im Alter von drei bis 5 Jahren und sieben Hunde in einer Wohnung, zwar mit Balkon, aber eben … .

Am Anfang ging es noch gut, da sich die Welpen noch nicht so bemerkbar machten. Doch mit der Zeit wurden die Nachbarn gewahr, was für einen Zuwachs sie ins Haus bekommen hatten. Der Hauswart wurde unterrichtet und machte ihr den Tag davor einen unangemeldeten Besuch. Er machte ihr klar, die Welpen müssen weg. Sie habe zwar die Erlaubnis für einen Hund, aber nicht für mehrere. Auch auf ihren Einwand, die Welpen seien doch erst drei Wochen alt und könnten nicht so jung von ihrer Mutter getrennt werden, hatte er kein Verständnis.

Ich unterbrach sie kurz um zu fragen, wo nun die Hunde sind: „In meinem Auto. Ich habe sie in eine grössere Schachtel gesetzt und versuche nun einen Platz für sie zu finden“, gab sie mir zur Antwort. Entsetzt schaute ich sie an. „Es ist doch viel zu heiss im Auto, ohne Wasser werden sie nicht lange überleben. Im Moment sind ja keine Gäste da, bring sie auf die Terrasse, dort können sie sich frei bewegen und ich bringe Wasser.“ Gesagt, getan! Martina holte die Hunde auf die Terrasse und ich brachte das Wasser in einer flachen Schale. Nachdem die Welpen kurz daraus getrunken hatten, erkundeten sie die neue Umgebung. Sie waren alle verschieden. Zwei schwarze mit weissem Brustfleck, Einer braunfarbig, zwei waren Trikolor, und einer fiel total aus dem Rahmen. Waren seine Geschwister richtige Wollknäuel, war er kurzhaarig, lange Läufe, schmaler Kopf, er sah aus wie ein Zwergpinscher. Jedenfalls schien ihnen Spass zu machen, nicht mehr eingezwängt in der Schachtel, sondern sich auf der Terrasse frei bewegen zu können. Ein Welpe, es war ein schwarzer mit dem weissen Brustfleck, viel mir besonders auf. Er setzte sich im Schatten nahe der Tür ins Restaurant und beobachtete interessiert das Treiben seiner Geschwister. Ich fühlte mich sofort zu ihm hingezogen. Er sass dort, als wüsste er von Anbeginn: Hier bin ich zuhause!

Meine Gefühle waren im Widerstreit. Eigentlich wollte ich keinen Hund mehr, doch er war so süss. „Er ist viel zu jung“, dachte ich. Sofort kam wieder die Gegenantwort in meinem Kopf: „Wenn er es schafft am Leben zu bleiben, ist er so am lernfähigsten.“ Martina erzählte weiter ihre Geschichte, doch meine Aufmerksamkeit war bei dem jungen Welpen. Während seine Geschwister zu uns kamen um gestreichelt zu werden, sass er einfach dort an der Tür und wartete. Ja auf was wartete er eigentlich? Ich ging zu ihm, streichelte ihn, hob ihn hoch und drückte ihn leicht an mich. Er kuschelte sich in meine Arme, drückte seine feuchte Schnauze an meine Wange und wusste wohl in diesem Augenblick, er hatte gewonnen.

Ich drehte mich zu Martina um und sagte: „Wenn dieser kleine Kerl ein Männchen ist, dann nehme ich ihn.“

„Ich schau mal nach, einer davon ist weiblich.“ Sie nahm mir den Welpen aus den Armen, untersuchte ihn kurz und mit den Worten: „Er ist dein“, gab sie ihn mir wieder. Erst da wurde es mir bewusst, jetzt hatte ich eine neue Aufgabe. Nachdem ich nun meinen Hund an seinen von ihm gewählten Platz gesetzt hatte, musste ich mich zuerst wieder sammeln. Doch es gab kein „Wenn und Aber“, ich hatte mich entschieden. Kurze Zeit später verliess mich Martina, mit dem Rest ihrer verbliebenen Welpen. Ich wusste von ihr, dass die Kleinen teilweise entwöhnt waren und begonnen hatten feste Nahrung anzunehmen. Sie gab mir noch fürs Erste einen kleinen Beutel Futter, welches ich mit Wasser anrühren sollte.

Nun waren wir allein, mein Hund und ich!

Zwischen Terrasse und Restaurant war eine Stufe. Mein Hund war so klein, er konnte mir über die Stufe nicht folgen, da gab er das erste Mal Laut. Ich hob ihn auf, trug ihn über die Schwelle und setzte ihn auf die Sitzbank im hinteren Teil vom Restaurant, platzierte noch einige Kissen um ihn. „ Jetzt musst Du eine Weile hier schön brav sein, ich muss noch einige Arbeiten in der Küche machen, da kannst du nicht dabei sein.“ Und -als ob er verstanden hätte, kuschelte er sich zufrieden in sein neues Nest.

In der Zwischenzeit war meine Serviertochter eingetroffen. Sie versprach aufzupassen, dass der kleine Bursche keine Dummheiten machte. Ich hatte keine Zeit mehr, ihr alles zu erklären, dass verschoben wir auf später. Mein Weg war nun schnurstracks in die Küche, denn das Essen musste pünktlich fertig sein.

 

 

 

 

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An „Alle“ die Bücher lieben, mit Büchern arbeiten, schreiben und lesen!

Ich freue mich zu sehen, dass meine Bücher bei allen mir bekannten Buchshops zu kaufen sind. Doch habe ich eine Frage:

Wie ist es möglich, dass Band1, „Mein Weg zurück  Ein Meer voll Tränen“, herausgebracht vom Wagner Verlag in Gelnhausen, als Taschenbuch und E-Book, noch immer im Sortiment sind? Wagner Verlag ist in Insolvenz!

Die Rechte am Taschenbuch und E-Book von mein Weg zurück ein Meer voll Tränen sind seit Sommer 2015 wieder in meinem Besitz. Der Nachfolgeverlag hat demnach keine Rechte mehr an meinem Buch.

So steht es geschrieben in dem Brief der Insolvenzverwaltung.

Ich habe Taschenbuch und E-Book von Band1, nun in 2. Auflage mit Createspace bei Amazon wieder neu aufgelegt. 

Außerdem auch meine Gedichte „Poesie mit Herz und Seele“, ebenfalls in Taschenbuch und E-Book Format.

Band2 von „Mein Weg zurück was bleibt ist Hoffnung“, wird auch weiterhin durch Tredition Verlag vertreten sein und ist überall u kaufen.

 Mein erstes Buch hat mir kein Glück gebracht, ­-ausser dem Schreiben. Ich habe keinen einzigen Cent von Wagner Verlag je erhalten. Obzwar das Buch überall im deutschen Handel erhältlich war und ich auch durchwegs gute Rezessionen erhielt, war die Antwort auch bei der Insolvenzverwaltung:

Wagner Verlag kann nicht sagen, wie viele Bücher oder E-Books verkauft wurden. Ihr System hat keine Möglichkeit dies festzustellen.

Ich meine, das ist ein Witz!

Wie kann ein Verlag seine Autoren bezahlen, wenn er nicht weiss, wie viele Bücher verkauft worden sind.

Die Druckerei, die nach meiner Information den Wagner Verlag übernommen hat, muss ja wissen, wie viele Bücher gedruckt worden sind.

Ich möchte auch noch hinzufügen, ich bin nicht alleine auf der Verliererstraße, viele Autoren-Freunde vom Wagner Verlag, die ich in den letzten Jahren kennen lernte, teilen mit mir das gleiche Schicksal.

Und „Alle“ sind darüber erzürnt, dass Wagner Verlag seine Kunden und seine Autoren nicht informiert hat, sondern es möglich ist, auch weiterhin unsere Bücher zu drucken oder in E-Books weiter zu verkaufen.

Müssen wir Autoren nun auch noch den Konkurs von Wagner Verlag finanzieren, wo doch schon unser Einstieg als Autor viel Geld gekostet hat?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Ich liebe Bücher sehr und bin ein immer wieder einkehrender Kunde in diversen Verkaufsläden.

Ich werde diesen Brief solange durchs Netz senden, bis ich und meine Autorenfreunde eine Antwort darauf erhalten: Wie bekommen wir unser Geld für die verkauften Exemplare seit Sommer 2015. Es geht um die Marge seitdem die Rechte der Bücher wieder in unserem Besitz sind.

Mit dem Verlust davor haben wir uns abgefunden und als Erfahrung an Acta gelegt.

Mit freundlichen Grüssen

Renate Klerx  Autorin

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Meine Werke !


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Meine lieben Lesefreunde!

Noch kurz vor Weihnachten war es soweit. Meine Gedichte

„Poesie mit Herz und Seele „

fanden den Weg in die Öffentlichkeit. Ebenso konnte ich

meinen ersten Band:

„Mein Weg zurück / Ein Meer voll Tränen“

im neuen Kleid bei Amazon als E-Book und als Taschenbuch als 2. Auflage wieder einstellen. Ich hoffe, damit sind nun meine negativen Erfahrungen, die ich seit meiner ersten Veröffentlichung gemacht habe, nun endgültig vorbei. Es war eine lange Zeit der Zweifel, von nicht begreifen und verstehen. Ich zog mich lange Zeit zurück in meine  Isolation. Doch es war nicht das Wahre. Die Einsamkeit deckte ihr graues Tuch über mich, mein Wunsch zum Schreiben war grösser als meine Enttäuschung und so gelang es mir wiederum, mich daraus zu lösen. Der Grund, dass es mir gelang, war sicher der Konkurs meines ersten Verlegers, das war die Befreiung und die Wiedererlangung meiner Rechte an meinem Buch. Das Gefühl der Ausnutzung, das mich bis dahin verfolgt hatte, konnte ich nun besiegen. Zwei Jahre sind es her, seit ich meinen letzten Artikel hier in meinem Blog veröffentlicht hatte. In dieser Zeit habe ich nichts mehr geschrieben, obwohl ich doch noch so vieles schreiben wollte. Manches Mal hatte ich den Wunsch weiter zu machen, doch mehr als meine Webseite zu öffnen, zu sehen was Freunde Neues zu berichten hatten, war ich nicht imstande. Also schloss ich die Seite wieder, ohne darin aktiv zu sein. Doch meine Seite ging nicht verloren, sie wartete auf mich und hiess mich Willkommen. Wie eine Mutter ihr verlorenes Kind. Ich war wieder zuhause bei meinen Freunden angelangt. Welch ein schöner Ausgang für das alte Jahr und ein hoffnungsvoller Wiedereinstieg in das neue Jahr 2016. Meine Freude ist gross, wieder in Eurer Mitte zu sein und meine Gedanken mit Euch zu teilen.

Meinen Zugang zu Amazon:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=Renate+Klerx

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Prosit Neujahr 2016


 

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Gesundheit, Glück, Liebe und viel Freude, wünsche ich all meinen Freunden und Lesern für das kommende Jahr. Schlechte Ereignisse aus dem Gedächtnis streichen und das Gute in unseren Herzen bewahren, das soll unser Ziel sein.  Herzlichst,  Renate Klerx

 

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